Weiterführende Informationen zu NLP
Geschichte des NLP
NLP hat seinen Ursprung Ende der 60er Jahre. Die Grundzüge des NLP wurden von Richard Bandler (geb. 1950) und John Grinder (geb. 1939) zwischen 1968 und 1970 erforscht und dokumentiert. Bandler, Student der Mathematik, Informationswissenschaften und Psychologie, und Grinder, ein junger Linguistik-Professor – arbeiteten im Rahmen Ihrer Tätigkeiten an der der University of California, Santa Cruz (USA) zusammen. Bandler und Grinder nutzten die Tatsache, daß an der Universität in Kalifornien sehr erfolgreiche Therapeuten lehrten und Seminare gaben. Wer therapeutisch arbeitet und Erfolg damit hat muß zwangsläufig exzellent kommunizieren können. Das war der Ursprung sich aufzumachen und zu erforschen was hinter erfolgreicher Kommunikation steckt. Unter anderem studierten Sie die Arbeitmethoden von:
• FRITZ PERLS, Vater der Gestalttherapie,
• VIRGINIA SATIR, Begründerin der Familientherapie, sowie
• MILTON H. ERICKSON, Hypnotherapeut des letzten Jahrhunderts
Bandler und Grinder modellierten Sprache, nonverbales Verhalten und mentale Prozesse in ihren Untersuchungen. Dabei entdeckten sie wiederkehrende Muster, die standardisiert und gelehrt werden konnten. Während der Entwicklung des NLP haben Bandler und Grinder auch immer wieder Bezug zu andern Methoden aus Therapie und Kommunikation hergestellt. So entwickelte sich in einem Prozeß von etwa fünf Jahren das neurolinguistische Programmieren, kurz NLP.
NLP Anwendung
Häufige Frage von Menschen, die zum ersten Mal mit NLP in Berührung kommen:
Wo kann ich NLP anwenden? Antwort: Überall dort, wo Menschen miteinander kommunizieren!
NLP handelt von Kommunikation und Menschen können nicht nicht kommunizieren. In NLP Seminaren und NLP Ausbildungen finden Sie daher Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft. Ob nun NLP in Therapie oder NLP im Business, ob NLP in Medizin oder NLP in Pädagogik, wo immer Menschen miteinander leben, kann NLP nützlich sein.
NLP Grundannahmen
Die Grundannahmen des NLP sind:
- Geist und Körper bilden ein System und beeinflussen einander
- Jedes Verhalten ist Kommunikation, auch Schweigen
- Die Bedeutung einer Kommunikation liegt in der Reaktion, die sie hervorruft
- Menschen leben in ihrer eigenen Vorstellung der Welt, ihrer mentalen „Landkarte“, diese Landkarte ist nicht die Welt oder „Landschaft“
- Menschen mit Wahlmöglichkeiten im Verhalten sind erfolgreich
- Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht
- Jedes Verhalten ist in bestimmten Situationen nützlich
- Jeder besitzt alle Ressourcen, um eine gewünschte Veränderung herzustellen
- Wenn das was du tust nicht funktioniert, tue etwas anderes
- Die sind einige Vorannahmen mit denen NLP arbeitet.
NLP Konzepte
Die NLP-Konzepte sind genial-vereinfachte Landkarten, die gerade auch deshalb äußerst effektiv sind für das Beeinflussen von Kommunikation- und Selbstveränderungsprozessen. Die aus den NLP-Konzepten abgeleiteten Methoden und Techniken sind wegen ihrer scheinbaren Einfachheit leicht zu erlernen und anwendbar, wenn man sie übt. Der Transfer und die vielseitige Anwendbarkeit von NLP-Techniken für unterschiedlichste Kontexte ist erst am Beginn, erschlossen zu werden.
Bei seinen eigenen Methoden und Konzepten orientiert sich NLP ganz pragmatisch an dem Prinzip der Nützlichkeit, nach dem Motto: Finde was wirkt und was hilft hat recht. Diese Testparameter sind für jedermann überprüfbar.
In seinen Konzepten und Techniken operiert das NLP mit
expliziten ethischen Kriterien für die Anwender des NLP`s, die
letztlich erst die Wirksamkeit der Methoden dauerhaft macht.
Grundsätzliche Prinzipien und Ethik des NLP`s
Evolutionäres Denken
Menschliches Sein ist
eingebunden in einen ständigen Veränderungsprozess. Schon Heraklit
sagte, "Du kannst nicht zweimal in den gleichen Fluss steigen."
Veränderung ist das Wesen allen Seins. Probleme oder unerwünschte Reaktionen können verstanden werden, als Zeichen für Entwicklungsprozesse oder Indikatoren von Wachstumsphasen.
Entwicklung ist nicht zu verhindern, sondern was bleibt, ist die
Möglichkeit diesen Prozess mitzugestalten. Kybernetisch empfiehlt
sich dabei die Maxime Veränderungsprozesse so zu gestalten, daß die
zukünftigen Wahlmöglichkeiten erhöht werden.
Lösungsorientiert
NLP-Methoden initiieren
Problemlösungen und die dazugehörigen Suchprozesse und vermeiden
dabei unnötige Ursachenforschung. Ausgehend von dem Wissen "das
nicht das Problem das Problem ist, sondern das Herstellen seiner
Lösung", G.Batson, sind NLP-Interventionen auf Zielfindungen
fokusiert.
Eigene Zielbestimmung ist der Rahmen aller Interventionen und ein entscheidendes Element bei der Kontraktbildung mit Klienten. Lebensziele ermöglichen erst den Aufbau von Motivation und Sinngebung. Insofern sind Ziele sinnstiftende Essenzen, die eine bewußte Lebensgestaltung und Selbstwerdung ermöglichen.
Wissend, das Brot allein nicht satt macht, ist im NLP die
persönliche Sinngebung ein zentrales Thema. Erst zufriedenstellende
Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens macht Menschen
dauerhaft entscheidungs- und handlungsfähig. "Wer ein warum
weiß, erträgt fast jedes wie," F.Nietzsche. Indianische
Kulturen bezeichneten diesen Prozeß als die persönliche
Visionssuche.
Ressourcen aktivieren
NLP-Methoden stärken und
entwickeln die vorhandenen Fähigkeiten und Potentiale von Menschen
und vermeiden negatives Etikettieren beispielsweise im Sinne
defizitorientierter pathologischer Konzepte.
Lernen und Kreativität sind zentrale Werte im NLP, die für ein gutes Überleben des Einzelnen sowie der Menschheit von hoher Bedeutung sind, vielleicht sogar die zentralen Faktoren sind.
Viele der NLP-Konzepte und Methoden zielen darauf ab, die
Lernfähigkeit und kreative Potentiale von Menschen stark zu
fördern.
Systemisch und ökologisch
Jeder Mensch lebt
eingebunden in mehreren sozialen Lebenssystemen.
Selbstveränderungsprozesse müssen nicht nur individuell stimmen,
sonder auch passend für die Lebenssysteme des Einzelnen sein. Gute
Veränderungen, die dauerhaft sein sollen, sind systemzugeschnitten.
Sie verkörpern das Win-Win-Prinzip, indem sie eine wechselseitige
Bereicherung sicherstellen. Die Unübersichtlichkeit systemischer
Vernetzungen macht es nötig, sinnvolle Landkarten zu benutzen, die
eine nützliche Komplexitätsreduktion erlauben.



